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Während des diesjährigen fortgeschrittenen Kurses mit Michael Neill – an dem ich teilnehme – sagte Michael das folgende, das mich tief berührte:

„Wenn wir in Gesundheit ruhen, werden wir gesünder.
Wenn wir in Stille ruhen, werden wir ruhiger.
Wenn wir in Schönheit ruhen, werden wir schöner.
Wenn wir in Frieden ruhen, werden wir friedlicher.“

Aus meiner Erfahrung entspricht das der Wahrheit. Je mehr ich meine Aufmerksamkeit auf Stille und Frieden lenke, desto ruhiger und friedlicher werde ich. Aber es kam mir noch etwas anderes in den Sinn. Was ist Gesundheit? Stille? Schönheit? Frieden? Und wie können wir darin ruhen?

Ich würde es gerne etwas anders betrachten.

Wie oft erzählen wir uns in Gedanken die Geschichte eines nicht so schönen Ereignisses? Mit all den Emotionen, die damit einhergehen. Wie z.B. Wut, Scham und Traurigkeit. Und wir machen auch nur das. Wir erzählen es uns immer wieder aber lösen es nicht auf oder ändern etwas. Nur immer wieder das gleiche Ereignis. Und unsere Körper werden mit Stresshormonen geflutet. Wovon man weiß, dass es auf lange Sicht einen negativen Effekt auf unsere Gesundheit hat. Also – wie gesund ist das?

Wie oft machen wir den Fernseher oder unsere mobilen Geräte an, wenn wir nichts zu tun haben. Wenn es still ist. Weil wir es nicht ertragen und uns mit Geräuschen und Geschäftigkeit ablenken. Wie ruhig ist das?

Wie oft sehen wir in den Spiegel und sehen nur das, was angeblich nicht perfekt ist? Kritisieren uns selbst ohne ein Wort des Lobes? Ist das schön?

Wie oft sagen wir gemeine Dinge zu unseren Liebsten, nur weil sie sich anders verhalten als wir es erwartet haben. Sie müssen noch nicht mal etwas falsch gemacht haben und trotzdem motzen wir oder sind genervt. Wie friedlich ist das?

Ich behaupte, dass es ganz einfach ist mehr in Gesundheit, Stille, Schönheit und Frieden zu ruhen. Beobachte sich einfach selbst. Du musst nichts tun. Einfach dass du dir jetzt bewusst bist, dass du diese Dinge tust wird es schon ändern. Zumindest ist das meine Beobachtung.

Im letzten Kurs kam eine Frage bezüglich „vom Aufräumen überfordert sein“. Wir hatten darüber gesprochen, dass wir uns unseren Stress selbst machen. Dass wir keinen Stress ‚haben‘ sondern uns Stress ‚machen‘. Und genau da kam das mit dem Aufräumen:

Folgendes Szenario hat jeder in der ein oder anderen Weise schon erlebt. Sei es, wenn es ums aufräumen geht oder ein längst fälliges Projekt, das endlich zum Abschluss gebracht werden soll. Man hat sich ganz fest vorgenommen anzufangen oder weiterzumachen. Dann steht oder sitzt man vor der Arbeit und dann fangen die Gedanken an zu kreisen. „Wo soll ich nur anfangen“, „Das ist so viel“, „Das schaffe ich nie“ – diese Gedanken führen natürlich dazu, dass wie gelähmt ist. Oder man hat solche Gedanken: „Warum muss ich das immer machen?“, „Ist doch nicht zu viel verlangt, dass xy das auch mal macht“, „Immer bin ich die blöde“ – diese Gedanken führen zu Wut.

Würden wir jemanden anderen dabei beobachten, könnten wir leicht sehen, dass nicht die Aufgabe das Problem ist. Von außen betrachtet, ist ganz klar, dass wir mit A anfangen, dann mit B weitermachen. Im Grunde weiß auch jeder genau, wie wir mit solchen Aufgaben umgehen müssen. Eines nach dem anderen. Manchmal hilft es, sich auch den Wecker auf fünf Minuten zu stellen und danach eine Pause zu machen. Es kommt darauf an um welche Art Aufgabe es sich handelt. Wir wissen das. Und bei den meisten Sachen machen wir das auch ohne zu überlegen.

Aber dann gibt es da diese Dinge, denen wir das Etikett „wichtig“ angehängt haben. Und dann fangen wir an eine Geschichte zu erzählen. Warum es so wichtig ist. Warum wir nicht versagen dürfen. Was andere über uns denken könnten. Warum wir das überhaupt tun müssen. Eine Geschichte, die manchmal in der Steinzeit anfängt und 100 Jahre nach unserem Ableben aufhört. Klar – wenn ich mir so eine Geschichte erzähle bin ich wie gelähmt. Zum einen braucht es ganz schön Energie die Geschichte zusammen zu spinnen, zum anderen kommen diese ganzen hinderlichen Gefühle, die auch Energie kosten.

Und die Lösung: Hinschauen! Genau hinschauen, die Geschichte in all ihren Details sehen und fragen: Ist das wirklich alles wahr? Oder könnte es auch anders sein. Denn meistens hören wir bei „XY denkt, dass ich eine schlechte Person bin“ auf. Es ist aber gar nicht das sondern, das „und das bedeutet“, das uns lähmt. Was andere denken können wir eh nicht beeinflussen. Und vielleicht denkt XY ich bin eine schlechte Person, gerade weil ich aufgeräumt habe. Das ist nicht so wichtig. Es ist die Bedeutung, die wir dem ganzen geben. „Es bedeutet, dass sie mich nicht mehr mag und ich dann ganz alleine bin“. Wirklich? Bin ich wirklich ganz alleine, nur wenn diese eine Person mich nicht mehr mag? Es geht also darum, dass ich Angst davor habe, nicht gemocht zu werden. Und das hat gar nichts mit Aufräumen zu tun.

 Sobald ich sehe, dass die Aufgabe und meine Geschichte nichts mit einander zu tun haben, kann ich die Geschichte loslassen und bin frei zu tun, was eben gerade getan werden will. Und das kann dann auch eine bewusste Entscheidung für die Couch sein. Aber dann nicht mehr aus der Lähmung, sondern weil es eben doch nicht so wichtig war das jetzt sofort zu erledigen.

Schreibt doch in einem Kommentar, wo ihr schon gesehen habt, dass es nicht die Aufgabe an sich, sondern nur die Gedanken waren.

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind.
Hermann Hesse

Es gibt unglaublich viele und viele schöne Zitate zum Thema „Sinn“. Der Sinn meines Lebens hat mir lange Zeit ganz viel Stress bereitet. Tut es manchmal immer noch, wenn ich mich in wenig hilfreichen Gedanken verhasple. Eigentlich sollte es doch unser Leben einfacher machen, wenn wir den Sinn suchen oder gefunden haben. Warum hat es mich gestresst?

Lange Jahre habe ich mir keine großen Gedanken über den Sinn gemacht. Bei der Arbeit war ich latent unzufrieden, weil ich diese als nicht sonderlich sinnvoll empfand, aber es hat mich nicht zu sehr belastet. Es waren auch eher andere Themen, die wirklich mein Problem waren. So richtig angefangen über den Sinn nachzudenken und etwas zu suchen, was meinen Leben Sinn verleiht begann ich nach einem Seminar. In diesem Seminar hatten wir eine Übung zum Lebensplan gemacht. Die Aussage war, dass jeder sich vor der Geburt Aufgaben aussucht, die er in dem anstehenden Leben bewältigen möchte. Wir entscheiden manchmal auch, wen wir treffen möchten und ähnliches. Ich habe es damals so verstanden, dass wenn ich das gefunden habe, was ich mir vorgenommen habe, dann geht auf einmal alles ganz einfach. Weil ich in Übereinstimmung mit meinem Lebensplan und damit mit dem Universum handle.

Das Thema Schlaf bzw. „Nicht-Schlaf“ beschäftigt viele Menschen. Deswegen habe ich hier alles aufgeschrieben, was ich in den letzten 15 Jahren an Wissen und Erkenntnissen gesammelt habe. Natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hoffentlich ist das eine oder andere für jemanden von Nutzen.

Ganz wichtig vorweg: Bei regelmäßigen Schlafproblemen bitte abklären lassen, ob etwas dahintersteckt, das behandelt werden muss (Schilddrüse, Blutdruck, Unverträglichkeiten,…)

Wer nicht alles lesen möchte, für den hier ein kleines „Inhaltsverzeichnis“

  1. Meine Historie
  2. Schlafhygiene
  3. Zirbeldrüsenmeditation
  4. Gedanken (vor, während, nach)
  5. Nächtliches Aufwachen
  6. Träume

 

Meine Historie zum Thema Schlaf

Die begann vor ca. 15 Jahren. Bis dahin hatte ich immer gut geschlafen. Von gelegentlichen unruhigen Nächten mal abgesehen. Meine Schlafprobleme begannen als ich nach einer Mobbing-Episode eine Panikstörung entwickelte. Um die Therapie zu unterstützen bekam ich Medikamente – einen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Als Folge dessen konnte ich nicht mehr schlafen. Und ich meine das wirklich so! Ich ging um 10:00 Uhr abends wie gewohnt ins Bett, schlief dann auch normal ein, aber ich wachte um 1:00 Uhr (nachts) auf. Und dann war ich wach! Egal was ich versuchte – Musik, Meditation, Entspannung – ich war und blieb wach. Um dann entsprechend gerädert mit nur 3 Stunden Schlaf um 6 aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Da es auch nach einer Woche nicht besser wurde (das war die Hoffnung des Arztes) und ich mehr und mehr zum Zombie mutierte setzte ich das Medikament wieder ab. Die Angst, dass ich nie wieder würde richtig schlafen können, blieb noch ein paar Tage bis die Wirkung des Medikaments nachgelassen, alle Botenstoffe im Gehirn wieder „normal“ waren und ich endlich wieder schlafen konnte. Der Schock über das Geschehene sollte mich noch eine Weile begleiten.

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