Hast du auch jemanden im Bekanntenkreis, der schon x-mal den Job oder den Partner gewechselt hat und sich früher oder später immer wieder über das gleiche beschwert? Bestimmt. Die meisten kennen so jemanden. Was passiert da? Es ist ganz einfach: Klar ein neuer Job/Partner ist erstmal aufregend und fühlt sich gut an. Wir denken: "Jetzt wird alles anders". Aber irgendwann fangen unsere alten Muster wieder an durchzubrechen. Und die alten Probleme sind wieder da. So ein Wechsel im Außen kann ein guter Anlass sein etwas zu ändern, es funktioneirt aber nur, wenn ich vorher in mir etwas geändert habe. Wenn ich mein Muster erkannt habe. Und dafür muss ich neue Gedanken zulassen. Wenn ich aber den ganzen Tag in meinen Routinen gefangen bin, immer das gleiche tue, die gleichen Menschen um mich habe und keinen Raum lasse für wasauchimmer, dann kann sich nichts neues in meinem Leben einfinden. Irgendwo muss ich meine Routine bewusst unterbrechen und die Aufmerksamkeit abziehen von der äußeren Ablenkung. Und nichts tun. Ganz gezielt einfach nichts tun (manche nennen das auch meditieren) und so dem Leben die Möglichkeit einräumen, mir Ideen zu schicken. Etwas neues, außergewöhnliches. Aber Routine ist bequem. Änderung ist erstmal unangenehm. Frage dich selbst - wie ernsthaft möchte ich etwas in meinem Leben verändern? Bist du bereit?

Schreibe mir, was du bereit bist zu tun, um dein Leben zu verbessern.

 

PS: Titel von Xavier Naidoo

Wir haben uns ja so eine kleine schwarze pelzige Nervensäge ins Haus geholt. Ich meine unsere "neue" Katze. (Sie ist auch schon ein Jahr alt, also nicht mehr ganz so "neu".) Es gab schon einige Katzen in meinem Leben, für die ich Dosenöffner war. Aber sowas wie dieser Rabauke habe ich noch nicht erlebt. Es ist manchmal richtig anstrengend, was sie so treibt und anstellt. Und manchmal würde ich sie am liebsten rausschmeisen und nicht mehr ins Haus lassen, weil ich so genervt bin. Von dem was sie tut. Denn es ist so - ich liebe diesen kleinen Racker. Auch wenn sie wild ist und in ihrem Übermut manchmal kratzt und beißt. (Zum Glück waren meine bisherigen Katzen ganz anders - es hat eindeutig etwas mit ihrem Character zu tun, nicht mit der "Erziehung".) Klar in dem Moment bin ich erstmal wütend. Aber sie macht es nicht um mich zu ärgern. Irgendetwas stört sie und sie kann es nicht anders mitteilen. Ich habe ihre Katzengrenze überschritten. Und das zeigt sie mir. Auf für mich manchmal schmerzhafte Weise - leider. Doch wenn sie mal später heim kommt als üblich, dann merke ich, dass egal was sie tut, ich habe sie lieb. Und ich will sie nicht mehr missen. Sie bringt nämlich auch ganz viel Freude in unser Leben.

Auch gegenüber unserer Tochter versuche ich immer deutlich zu machen, dass mich ein gewisses Verhalten nervt. Und nicht sie - oder eben die Katze. Und dass das erstmal mein Problem ist. Ich kann niemanden ändern. Ich kann versuchen zu verstehen, warum sich jemand verhält wie er sich verhält. Ich kann versuchen herauszufinden, warum ich ein bestimmtes Verhalten nicht mag. Aber ich kann nichts erzwingen. Weder bei mir, noch bei anderen. Der Punkt ist, wenn ich sage "du nervst" dann urteile ich über den anderen und sage, dass was mit ihm nicht stimmt. Dazu habe ich kein Recht. Und ich mache mich zum Opfer. Solange der andere sich nicht ändert, bin ich verdammt genervt zu sein. Wirklich?

Denkt mal darüber nach und lasst mich wissen zu welchem Schluss ihr gekommen seid.

 

PS: Es gibt tatsächlich einen passenden Songtitel zu diesem Bog-Eintrag: Roy Black - Und trotzdem, ich liebe dich *rofl*

Heute ist Andreas Bourani dran ;-) Der Text meint zwar eigentlich was anderes - aber der Titel passt gut zum heutigen Thema. Wir sind seit kurzem stolze Kleingärtner. Naja - eigentlich nur ich. Meinen Mann interessiert es nicht so, aber er lässt mir den Spaß. Und die Kleine freut sich schon auf ihre Schaukel. Gestern war Meditationsabend. Mein Mann ist mit Kind und Kegel an den Baggersee und ich habe die Zeit vor dem Meditationsabend genutzt um noch was im Garten zu machen. (Dazu  muss ich erkären, dass der Garten noch kein Garten ist, sondern eine wilde Wiese. Das heißt, es muss ein Zaun gesetzt werden, und zumindest dort wo mal Beete hinsollen das Unkraut weg.) Ich hatte mir überlegt, dass ich 20 Minuten Zeit habe. Dann müsste ich zurück nach Hause um noch duschen zu können, bevor die Leute kommen. Im Garten angekommen, habe ich den Timer gestellt und losgelegt. Nach 20 Minuten war ein Stück vom Unkraut befreit, ich bin Heim, habe geduscht und die letzten Minuten einfach auf dem Sofa entspannt. Es ist noch gar nicht so lange her, da wäre ich total gestresst gewesen. Ich hätte ständig auf die Uhr geschaut, beim duschen immer dran gedacht, dass bald die Leute kommen, usw. Und warum? Nur weil in meinem Kopf der Gedanke gewesen wäre "du musst dich beeilen, die Leute kommen bald". Aber der Gedanke kam nicht. Und so war ich völlig entspannt und habe eines nach dem anderen gemacht. Die Zeit hat locker gereicht, ich weiß ja ungefähr wie lange zum duschen brauche und hatte mir genug Puffer mit eingerechnet. Das habe ich sonst auch gemacht und trotzdem hat mich dieser Gedanke gejagt. Und mir wurde ganz deutlich klar, ob ich Stress habe oder nicht liegt nicht an der Situation, sondern was ich über die Situation denke. Alles nur in meinem Kopf :-)

Habt ihr ähnliches erlebt? Schreibt ein Kommentar und lasst andere teilhaben.

Oder um es nicht nur mit den Toten Hosen zu sagen: "Oh du schöne Spargelzeit". Heute gab es bei uns das letzt Mal Spargel. Die Saison ist schon wieder vorbei. Es gibt so ein paar Dinge, die esse ich grundsätzlich nur, wenn sie bei uns Saison haben. Erdbeeren, Spargel, Rhabarber, Feldsalat. So genau kann ich es nicht erklären. Es hat ein bisschen was damit zu tun, dass ich mir den Zauber erhalten möchte. Auch wenn wir inzwischen alles zu jederzeit haben könnten, ich möchte das gar nicht. Und deswegen erlege ich mir selbst Enthaltsamkeit auf. Es hat den Effekt, dass ich mich jedes Jahr auf die Spargel und Erdbeersaison freu. Oder die Feldsalat-Saison. Es bleibt etwas besonderes.

Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns solche Inseln erhalten. Dass wir uns zumindest bei ein paar Dingen etwas zurückhalten. So fällt es viel leichter sie zu schätzen.

Was denkst du? Hast du auch etwas, das du dir nur manchmal gönnst? Schreibe ein Kommentar oder eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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