Ja, ich weiß. Es heißt immer, regelmäßig - am besten zweimal am Tag - meditieren. Aber mal ehrlich. Wer noch keine regelmäßige Meditationspraxis hat, wird sich damit schwer tun.

Das ist wie mit allen neuen Dingen. Am Anfang sind wir hochmotiviert. Und dann kommt irgendetwas dazwischen. Und weil wir uns dann ein schlechtes Gewissen einreden (das sind übrigens auch nur wieder Gedanken), fällt es uns beim nächsten Mal gleich viel schwerer. Oder wir kommen in den "Jetzt-ist-doch-sowieso-alles-egal-Modus".

Meine Meinung: Ja - nimm dir vor täglich zweimal zu üben. Aber wenn es nicht klappt, dann ist das so. Und wenn es drei Tage dauert, bis es wieder klappt, dann ist das auch so. Besser du setzt dich nach drei Tagen wieder motiviert hin als dass du es gar nicht mehr tust.

Was kann dir helfen?

  • Mache dir klar warum du üben möchtest! (dein größter Herzenswunsch)
  • Sei dir bewusst, dass aller Anfang schwer ist
  • Du wirst vermutlich eine zeitlang einfach stumpfsinnig üben, bevor du eine Veränderung merkst (oder andere dich darauf ansprechen)
  • Überlege dir, wie du deine schon vorhandene Routine so ändern kannst, dass 10-20 min Meditation rein passen

Die Gedanken. Das ist manchmal eine echte Herausforderung. Wichtig ist - wir wollen unsere Gedanken _niemals_ kontrollieren. Also weder abschalten, weniger werden lassen oder den Inhalt beeinflussen. Ziel ist es, die Gedanken völlig urteilsfrei zu sehen und wieder gehen zu lassen.

Denn wir sind mehr als diese Gedanken. Wir sind das Bewusstsein, die Stille (nenne es wie du es möchtest) das/die die Gedanken wahr nimmt. Irgendwann kommt der Punkt, wo wir entscheiden können worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten - auf die Gedanken oder auf die Stille. Und das ist sooo befreiend zu erleben. Dann kann ich nämlich auch entscheiden, dass ich den Gedanken nicht zu Ende denken muss. In dem Moment wo ich aufwache und merke, dass ich meinen Gedanken gefolgt war (=in Gedanken versunken) treffe ich die Entscheidung. Zum Beispiel kann ich mich eintscheiden einen Calm Gedanken zu denken. Oder ich entscheide mich, meine Aufmerksamkeit auf die Stille zu lenken.

Manchmal fühlt es sich an, als würde das alles gar nichts bringen (was übrigens auch nur wieder ein Gedanke ist). Ständig die Gedanken. Kaum habe ich einen Calm Gedanken gedacht geht es schon wieder los. Das ist okay! Wir führen geschäftige Leben. Der Punkt ist, dass wir uns ein Leben lang angewöhnt haben, ständig zu denken. Und jetzt wollen wir eine neue Gewohnheit etablieren. Und das braucht Zeit. Und es braucht Übung. Immer, und immer und immer wieder üben. Mit der Zeit wird es einfacher. Und irgendwann ist da eine neue Gewohnheit - Stille :-)

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