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Sanft wachsam Aufmerksamkeit weit offen

Das ist die Grundtechnik, die wir bei Mind Calm verwenden. Du schaust sanft gerade aus und fängst an, all das wahrzunehmen, was deine Augen schon die ganze Zeit gesehen haben, du aber durch deinen Fokus ausgeblendet hast.

Der Blick wird weicher und du nimmst vielleicht deine Oberschenkel war, abhängig davon wie du sitzt. Vermutlich etwas verschwommen, aber das ist egal. Wichtig ist, dass du deine Augen ruhig lässt. Versuche nicht nach oben, unten, links oder rechts zu schauen. Du sollst aber auch nicht angestrengt geradeaus starren.

Es gibt 3 goldene Regeln für SWAWO:

1. Spiele damit! Als Kinder haben wir einfach gespielt. Wir wussten, es gibt kein richtig oder falsch. Spiel ist einfach Spiel. Als Erwachsene haben wir oft vergessen wie das geht. Wir wollen es gleich beim ersten Mal richtig machen. Oder wir geben auf, wenn es nicht gleich so klappt, wie wir erwartet haben. Versuche es einfach immer wieder. Ohne Erwartungen.

2. Du kannst SWAWO nicht denken. Du kannst es nur tun. Sobald du denkst bist du schon nicht mehr im Augenblick.

3. Du kannst es nur JETZT tun. Vielleicht denkst du, ja - eigentlich sollte ich jetzt präsent sein. Aber ich mache es nach dem Gespräch. Es gibt keinen Grund es zu verschieben, weil du es sowieso nur JETZT tun kannst.

SWAWO dient dazu dich aus dem denken heraus und in den Moment zu holen. Wenn du den Blick weit werden lässt, dann ist zumindest für einen kleinen Moment dein Geist ruhig. Du denkst kurz nicht über die Vergangenheit oder die Zukunft nach. Vermutlich ist dieser Moment am Anfang sehr kurz. Und vielleicht nimmst du ihn gar nicht richtig war. Aber er ist da. Und dieser kurze Moment - immer wieder widerholt - reicht, dass du mehr Frieden in deinem Leben erfährst.

Dieser Punkt ist enorm wichtig. Mit Mind Calm wollen wir erreichen, dass wir in Frieden sind egal welche Gefühle gerade in uns (=unserem Körper) vorhanden sind.

Gefühle sind Energie. Und wir brauchen Energie um Dinge zu erschaffen, zu leben, zu heilen. Im Grunde gibt es keine negativen Gefühle. Das, was wir üblicherweise als "negative Gefühle" bezeichnen ist nur eine Bewertung, die wir übernommen haben. Wir haben sie übernommen, weil es uns nicht erlaubt war dieses Gefühl wirklich zu fühlen. Deswegen haben wir gelernt es zu unterdrücken. Aber so bleibt die Energie stecken. Kann nicht mehr fließen. Und wir haben weniger Energie um dieses Leben zu leben.

Darum - alles was ist zulassen. Ohne Bewertung. Und vielleicht kann das, was wir bisher als "Angst" bezeichnet haben sich auf einmal als "aufregende Lebensfreude" zeigen.

Meistens schließen wir die Augen um einzuschlafen. Manchmal auch, wenn wir uns aus dem Geschehen raus nehmen wollen. Wie schon in Teil 1 erklärt schließen wir bei der Meditation die Augen um aufzuwachen. Aufwachen um herauszufinden, wer wir wirklich sind - der weite endlose friedliche Himmel. Wir wollen jenseits aller Bewertungen und Einschränkungen des denkenden Geistes gehen um das Leben zu umarmen wie es ist. "Aufwachen" bedeutet unsere darunter liegende Natur zu erfahren und die Einheit mit der Quelle des Lebens zu erkennen.

Wenn du dich also das nächste Mal hinsetzt um zu meditieren, dann mit dem Ziel sanft wachsam zu sein. Ohne Anstrengung, sei einfach wachsam mit dem Blick geradeaus und weit offen. Du wirst nicht notwendigerweise etwas "sehen", sei trotzdem wachsam. Du wirst merken, dass - je sanfter wachsam du bist, desto mehr wird dein Geist zur Ruhe kommen und du wirst weniger ins unbewusste denken und fühlen abdriften.

Dafür gibt es mehrere Gründe

1. Wir schließen die Augen um aufzuwachen.

Das bedeutet folgendes: Das was wir üblicherweise "leben" nennen ist eigentlich ein schlafähnlicher Zustand. Wir sind immer in Gedanken irgendwo anders, aber fast nie wirklich _hier_. Wir bekommen also gar nicht so richtig mit was wirklich passiert. Und ähnlich ist es, wenn wir schlafen. Setzen wir uns jetzt hin um zu meditieren, dann sind wir zumindest zeitweise ganz im Hier und Jetzt - und damit endlich mal wach :-)

2. Die Meditation mit geschlossenen Augen ist Übung damit wir irgendwann auch den Rest des Tages präsent sein können

In erster Linie ist die Meditationssitzung eine reine Übungssache. Wir üben uns darin präsent zu sein. Wieder zurück zukommen, wenn wir in Gedanken verloren waren. Die Stille wahrzunehmen. Es ist einfacher das alles in Ruhe mit möglichst wenig Ablenkung zu üben. Und je mehr wir es üben, umso besser werden wir darin. Und irgendwann sind wir so gut, dass wir es den ganzen Tag können, auch wenn die Schwiegermutter zu Besuch ist ;-)

3. Stressabbau

Bei der Meditation mit geschlossenen Augen geben wir dem Körper die Möglichkeit angesammelten Stress loszuwerden. Damit helfen wir unserem Körper wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wir unterstützen die Heilung und Regeneration. Und wenn wir weniger gestresst sind, wird unser ganzes Leben entspannter.

 

Das sind die wichtigsten Gründe. Wenn ihr Fragen dazu habt, könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.

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