Mythos Nr. 3: Meditation hört auf sobald ich die Augen öffne. – Die meiste Zeit des Tages verbringen wir mit geöffneten Augen. Zum Glück müssen die kleinen Hautfalten, die Lider genannt werden nicht unseren Frieden oder unsere Fähigkeit das Leben aus einem meditativen Zustand heraus zu leben, beeinflussen. Du fühlst worauf du dich fokussierst und erlebst womit du dich auseinander setzt. Meditation hilft dir deinen Fokus wieder zu trainieren. Von wild herumhüpfend (was gerade deine Aufmerksamkeit erregt (passender Ausschnitt aus dem Disney Film "Oben")) zu punktgenau fokussiert auf den jetzigen Moment.

Damit hilft uns Meditation die Fähigkeit jederzeit unsere Aufmerksamkeit gezielt nach innen auf die Stille zu richten. Mit Übung können wir uns mit einem Blick nach innen auf das Leben einlassen und unser beständig ruhiges Selbst erfahren anstatt nur die Bewegung von Gedanken, Gefühlen und dem äußeren Leben. Augen offen oder geschlossen – es spielt keine Rolle.

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Mythos Nr. 2: Dein Geist muss still werden. – „Ich kann nicht meditieren, weil ich meine Gedanken nicht anhalten kann.“ Das ist einer der häufigsten Gründe warum Leute wieder aufhören zu meditieren kurz nachdem sie angefangen haben. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Gedanken ein natürlicher Teil der Meditation sind.

Wenn du meditierst, kann dein Körper sich erholen. Und wenn der Körper erholen kann, dann startet er Heilungsprozesse. Und das sind aktive Prozesse – Stress wird losgelassen und Heilung geschieht. Aufgrund der Geist-Körper-Verbindung wird Aktivität im Körper durch Aktivität im Geist wiedergespiegelt – in Form von Gedanken.

Wenn du also beim meditieren Gedanken hast ist das ein Zeichen, dass der Körper Stress loslässt und Heilung geschieht. Während der Meditation in Widerstand mit den Gedanken zu sein ist nicht sinnvoll. Denn es bedeutet, dass du im Widerstand mit der Heilung bist! Lass stattdessen den Heilungsprozess geschehen so wie er natürlich geschehen möchte, indem du der Existenz von Gedanken keinen Widerstand entgegensetzt. Lass sie kommen und gehen indem du in Frieden bist mit was auch immer während der Meditation geschieht.

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Vor kurzen habe ich über meine Erfahrungen mit Meditation berichtet und dabei auch ein paar Mythen aufgeklärt. Mein Meditationslehrer hat eine Serie von Posts mit Mythen zur Meditation, die ich euch übersetzen werde.

Mythos Nr. 1: Meditation ist schwierig. – Wenn Meditation richtig praktiziert wird, kann sie das einfachste und genießbarste sein was du je tun wirst. Damit etwas schwierig ist, braucht es Aufwand, Anstrengung, Stress und Ausdauer. Für Meditation braucht es jedoch genau das Gegenteil. Kein Aufwand, weil du lernst wirklich nichts zu tun. Keine Anstrengung weil du nichts erzwingst. Kein Stress weil dein Ziel ist alles zuzulassen. Und keine Ausdauer da das Hauptziel von Meditation Entspannung ist!

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Da ich immer wieder davon spreche, dass mein Leben sich durch Meditation so verändert hat, möchte ich eine Bestandsaufnahme machen. Und die Chance nutzen gleichzeitig mit ein paar Mythen aufzuräumen.

1. Nein - ich bin nicht ständig gut gelaunt, schwebe dauerhaft auf Wolke 7 oder es passiert nichts "schlimmes" mehr in meinem Leben. Aber

  • insgesamt bin ich viel besser gelaunt. Ich bin positiver, meine schlechten Tage sind seltener, nicht mehr so "tief" wie früher und dauern viel kürzer
  • wenn ich mich aufrege geht es schneller vorüber und - es ist dann wirklich vorbei! Früher konnte ich noch Tage später über das gleiche Ereignis schimpfen und nochmal wütend werden
  • wenn etwas passiert bin ich gelassener und nehme es nicht mehr so persönlich. Was passiert passiert. Das kann ich nicht ändern. Aber meine Einstellung und Reaktion

2. Mein Leben ist wirklich nicht "perfekt", aber es läuft irgendwie runder.

  • wenn ich etwas erreichen möchte, muss ich trotzdem was tun und mich anstrengen. Nur brauche ich weniger Anläufe und Umwege. Es kommen mir viel häufiger gute Ideen.
  • wenn ich etwas verschusselt haben sind da auf einmal mir bisher unbekannte Menschen, die mir gerne aus der Patsche helfen
  • diese erstaunlichen Zufälle wo alles genauso zusammenkommt, dass es "perfekt" ist, sind viel häufiger geworden (eventuell spielt selektive Wahrnehmung eine Rolle, aber da wir uns die Welt eh selber im Kopf zusammenbasteln spielt das keine große Rolle)

3. Ich bin ein völlig normaler Mensch. Mit den gleichen Herausforderungen, die jede junge Familie in unserer modernen Welt hat.

  • nach einem langem Arbeitstag bin ich müde und habe keine Lust zum 20. Mal das gleiche Spiel mit meiner fast 3jährigen Tochter zu spielen
  • wenn die Katze morgens um 5 meint sie müsste mir ihre Spielmaus bringen, werde ich grantig und sie fliegt hochkant aus dem Schlafzimmer
  • wenn ich im Tran bin, vergesse ich, dass andere Autofahrer sich freuen, wenn man sie abbiegen lässt
  • Aber: Ich mache mich dafür nicht mehr fertig. Ich sage, dass ich genervt und müde bin. Ich stehe dazu, dass ich ungestört schlafen möchte. Und ich verzeihe mir, dass ich ein Mensch bin, der in Gedanken völlig woanders sein kann.

 

Wenn ich mal ein paar Tage meine Meditation vernachlässige (auch das kommt vor), merke ich das recht schnell. Und ändere es ebenso schnell wieder. Denn durch die regelmäßige Meditation bin ich gelassener, weniger gestresst, schlafe besser, bin höflicher und aufmerksamer. Dafür investiere ich gerne täglich mindestens 20 Minuten.

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