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Wir kreieren uns die Welt, in der wir leben. Durch unsere Erwartungen und Überzeugungen. Diese haben wir uns im Laufe des Lebens „angeeignet“. Von den Eltern, Großeltern, Freunden, Erziehern, Lehrern, Medien. Je jünger ein Kind, desto unvoreingenommener ist es. Es erwartet nichts und ist von allem fasziniert. Der Prozess ist schleichend. Und nicht alles daran ist schlecht. Dass ich irgendwann erwarte, dass etwas zu Boden fällt, wenn ich es loslasse, ist durchaus hilfreich. Oder dass ich von einem Auto überfahren werden könnte, wenn ich, ohne zu schauen über die Straße laufe.

Deswegen versuche ich auch Überzeugungen nicht in gut/schlecht einzuteilen, sondern in hilfreich/nicht hilfreich. Diese ganzen Erwartungen und Überzeugungen, hilfreich oder weniger hilfreich erschaffen nun unser Weltbild. Und mit diesem Weltbild kommen auch bestimmte Gedanken.

Ein Beispiel, wenn ich glaube, dass die Welt ein gefährlicher Ort ist und Menschen mir was schlimmes wollen, dann werde ich Gedanken haben, die das widerspiegeln. Im Kontext dieses Weltbildes ist der Gedanke anderen Menschen gegenüber vorsichtig zu sein, durchaus sinnvoll. Oder mir für Reisen eine schnittfeste Tasche zuzulegen. Allerdings ist dieses Weltbild auf Dauer nicht gesund für den Körper, weil er ständig in Alarmbereitschaft ist.

Ein anderes Beispiel: Wenn ich davon ausgehe, dass der Grund für Kopfschmerzen irgendein Erlebnis in der Kindheit ist, das aufgelöst werden muss, dann komme ich gar nicht auf die Idee das Kopfkissen zu wechseln.

Der gängige Ansatz ist, einzelne Gedanken „zu verteufeln“. Das sind die Stressauslöser und ich muss etwas dagegen tun. Zum einen ist es aber unmöglich seine Gedanken zu kontrollieren (darüber habe ich schon häufiger geschrieben) und zum anderen auch gar nicht nötig. Viel effektiver wäre es, wenn sich meine Sicht auf die Welt ändern würde. Dann würde ich diese Art Gedanken nämlich nicht mehr ernst nehmen und nicht mehr auf sie hören.

Es genügt nur ein Augenblick wo ich erkenne, dass die Welt nicht so ist, wie ich sie wahrnehme, sondern dass meine Wahrnehmung die Welt erschafft. Dass alles eine Schöpfung meiner Gedanken ist. Dann sehe ich die Bild wirklich mit neuen Augen – und neue Gedanken bekommen Raum. Vielleicht hilfreichere als vorher.

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