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Ungeplant bin ich dieses Jahr Teilnehmer bei „Creating the Impossible“ von Michael Neill (https://www.michaelneill.org/cti/). Ziel des Programms ist es in 90 Tagen das unmögliche zu erschaffen. Unmöglich bedeutet, dass das Projekt, das man sich wählt, eine Chance von 20% oder weniger haben muss, dass es in 90 Tagen realisierbar ist. Das bedeutet, dass jeder Teilnehmer im Grunde davon ausgeht zu scheitern.

Letzte Woche hat nochmal zusätzlich das Thema „Misserfolg“. Ziel war es – die Woche 1000 Misserfolge zu sammeln.

Wow! 1000-mal „versagen“.  Das hört sich erstmal heftig an. Aber nach zwei Tagen fand ich das wirklich lustig. Ich gehöre jetzt nicht zu denen, die krampfhaft mitzählen. Aber ich registrierte sehr amüsiert, wie viele Dinge jeden Tag schief gehen, und ich das nicht richtig wahrnehme und es mich somit auch überhaupt nicht interessiert. Der Mittwoch fing im Grunde schon mit mehreren Misserfolgen an.

  1. Als um 5:35 mein Wecker losging war ich noch so müde, dass ich ihn einfach ausgemacht und weitergeschlafen habe.
  2. Den nächsten Wecker um 5:45 habe ich dann nicht mehr ignoriert, aber anstatt meiner Morgengymnastik bin ich einfach nur im Bett liegen geblieben (okay ich habe zumindest meditiert in der Zeit)
  3. Die Katze hat erst im vierten Anlauf ihre Tablette gefressen (gleich drei Misserfolge).

Keiner dieser Misserfolge hat mich im Geringsten erschüttert oder an mir zweifeln lassen. Es ist einfach das Leben, das passiert. Manchmal folgt es unseren Plänen – meistens eben nicht. Darum wird es endlich mal Zeit, dass wir aufhören uns an Erfolgen oder Misserfolgen zu messen. Zum Großteil liegt das nämlich nicht in unserer Hand. Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass einer Katze eine Tablette zu gebe ja nicht so wichtig ist. Doch wer definiert das? Für die Gesundheit meiner Katze ist es extrem wichtig, dass sie diese Tablette zweimal täglich nimmt.

Wir lassen uns viel zu sehr von anderen, von den Medien, Eltern, Freunden, beeinflussen was als Erfolg zu werten ist. Und wenn unsere Leben dem nicht entsprechen, dann fühlen wir uns als Misserfolg. Nur weil wir nicht irgendwelchen doch recht willkürlich festgelegten Kriterien genügen. Ich finde es wird Zeit zum Umdenken. In meinen Augen ist jemand, der mit Hingabe Postbote ist und seinen Kunden freundlich und hilfsbereit begegnet, sonst auch entspannt ist und sein Leben genießt äußerst erfolgreich. Darum plädiere ich zu mehr Mut zum „scheitern“ und wieder mehr Freude im Leben.

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