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Wann hast du dir zuletzt einen Traum erfüllt? Ich meine einen echten, großen Traum. Nicht ein „ich gönne mir hier eine besondere Schokolade“. Tatsächlich habe ich mir gerade einen großen, lang gehegten Traum erfüllt. Vor sieben Jahren habe ich auf einem Kunsthandwerkmarkt das erste Mal eine Handpan gesehen und gehört. Und war sofort in das Instrument verliebt. Zu der Zeit gab es nur sehr wenige Handpans, weil das Instrument noch recht neu und jung war weswegen es nur eine geringe Zahl von Herstellern gab. Aus diesen Gründen waren sie noch sehr teuer. Die original „Hang“ kostete 10.000€. So viel war ich nicht bereit auszugeben. Es blieb also ein Traum. Für sehr lange Zeit.

Inzwischen gibt es glücklicherweise viele Hersteller und die Instrumente sind erschwinglich geworden. Immer noch teuer – aber für ein Instrument im „normalen“ Bereich. Trotzdem ist mir die Entscheidung nicht leichtgefallen. Die Entscheidung so viel Geld einfach in mich, in einen Traum zu investieren. In ein Hobby. Denn wir haben ja noch das Haus, und eigentlich hätte ich mit dem Geld die Möglichkeit zur Sondertilgung genutzt. Dieses Jahr wollte ich das nicht so wirklich. Schon seit Anfang des Jahres hat es in mir rumort. Immer wieder dachte ich an eine Handpan. Durch Zufall stolperte ich über eine Möglichkeit eine Handpan erst zu mieten bevor ich sie direkt kaufe. Damit war die Entscheidung gefallen. Denn so hatte ich die Möglichkeit erst auszuprobieren ob mir das Instrument wirklich liegt. Falls es doch nicht meins gewesen wäre, dann hätte es mich die Miete gekostet, was im Rahmen war.

Ja und nun bin ich stolze Besitzerin einer Luna-Handpan. Ich liebe meine Luna! Es macht mir so Spaß darauf zu spielen und selbst die „langweiligen“ Grundübungen, die notwendig sind, damit ich irgendwann mal richtig schnell spielen kann, machen mir Spaß und sind alles andere als langweilig. Jedes Mal, wenn ich spiele, bin ich vom Klang fasziniert und probiere immer wieder aus, was für Töne ich erzeugen kann. Für mich war es jetzt der richtige Zeitpunkt, diesen Traum wahr werden zu lassen.

Auf keinen Fall möchte ich vermitteln, dass jetzt jeder alle Bedenken über Bord werfen soll und einfach auf Teufel komm raus seine Träume erfüllen muss. Aber ich glaube, dass wir manchmal zu zögerlich sind und zu lange warten. Die Vernunft bekommt einen zu großen Anteil und wir reden uns unsere Träume immer wieder aus. Deshalb plädiere ich dafür einmal genau hinzuschauen. In meinem Fall hat mich „der Kredit, der unbedingt so schnell wie möglich abbezahlt werden soll“ davon abgehalten diesen Traum zu erfüllen. Dabei ist es so egal ob das Haus ein, zwei oder drei Jahre früher oder später abbezahlt ist. Wenn mir etwas passieren sollte, dann ist der Kredit abgesichert. Und möchte ich wirklich mein Leben damit verbringen nur auf ein „irgendwann“ hinzuleben, ohne wirklich zu leben? Ohne Freude, Spaß und auch mal Abenteuer? Ich möchte das nicht. Und jeden Tag versuche ich, eine gesunde Balance zu finden. Zwischen Vernunft und Traum.

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