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Anfang des Jahres hatten wir einen ziemlich fiesen Infekt. Wir - das war tatsächlich die ganze Familie (außer den Katzen). Sogar meinen Mann hat es erwischt, wenn auch nicht so schlimm wie die Tochter und mich.

Vielleicht liegt es am Alter. Vielleicht an der Perimenopause. Vielleicht am Virus. Oder an allem zusammen.
Aber diesmal merke ich deutlich, wie lange mein Körper braucht, um alles wieder aufzuräumen.

Aus heiterem Himmel hatte ich eine Schleimbeutelentzündung in der rechten Hüfte. Nach nur 15 Minuten Schneidersitz. Sonst kann ich stundenlang so sitzen, ohne dass es mir etwas ausmacht.

Eine Woche später taten mir die Handgelenke weh - vom Ostereier-Umwickeln mit Wolle. Keine besonders anstrengende Tätigkeit.
Dann haben die Rückenmuskeln gestreikt, nach dem LEGO-Bauen mit der Tochter.

Alles ist empfindlich. Alles reagiert sensibel.
Und das ist ätzend.
Vor allem, wenn man nicht mal mehr seine Hobbys als Ausgleich nutzen kann.

Es gibt zwischendurch gute Tage, an denen sich alles schon fast wieder normal anfühlt.
Und dann gibt es Tage wie heute, an denen ich soooo müde bin - obwohl ich gut und eigentlich ausreichend geschlafen habe.

Tja. Was mache ich damit?

Nicht viel.
Beobachten.
Auf den Körper hören.
Und hoffen, dass es besser wird.

Wenn mein Kopf meint, auf mentale Abwärtsspirale gehen zu müssen, versuche ich, nicht mitzumachen. Das gelingt mal besser, mal schlechter.

Manchmal knuddele ich den Kater. Das hilft erstaunlich oft. Er ist weich, kuschelig und warm - und da kann ich kein Trübsal mehr blasen.

Und sonst halte ich es wie Anna aus Frozen 2:
nur der nächste Schritt.